Pädagogisches Konzept

         -  -  -  F   R   E   I   R   Ä   U   M   E         

Bewegung ist die Grundlage der geistigen Entwicklung: bevor sich die Kinder einen „Begriff“ von der Welt machen können, müssen sie sie mit allen Sinnen erfassen und begreifen.

Durch die heutigen Lebensverhältnisse verschwinden mehr und mehr Freiräume in denen Kinder unabhängig von Erwachsenen mit anderen Kindern Zusammensein können. Vom Verschwinden der Kindheit ist die Rede, von der Kindheit hinter Mauern, von Kindern als Inselspringern.

Unsere Umgebung ist meist autogerecht gestaltet, für unsere Kinder mit ihren Spiel- und Bewegungsbedürfnissen, mit ihrem Drang, die Welt neugierig zu erobern ist immer weniger Platz. Es ist kaum Freiraum vorhanden, der den Kindern Gestaltung  oder Veränderung nach ihren Vorstellungen und Ideen ermöglicht.

Pädagogisches Konzept

Erfahrungen werden zunehmend aus zweiter Hand, nämlich aus dem übergroßen Angebot der Medien gewonnen.

Für viele Kinder erschliesst sich die Welt nicht mehr über die eigene Aktivität – Fernsehsender und ihre Programme haben den Kinderalltag fest im Griff. Nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich hinterlassen Fernsehprogramme ihre Spuren im Erleben der Kinder.

Die hohe Bevölkerungsdichte unseres Landes hat zur Folge, dass wir immer weniger Platz haben. Letzte freie Flächen werden zugebaut, das Straßennetz wird immer enger gezogen. Frei Grundstücke, wie wir sie in unserer Kindheit noch hatten, auf denen sich herrlich spielen lies und die zum Treffpunkt aller Kinder der Wohngegend wurden gibt es immer weniger. Gepflegte Grünanlagen sind mit Regeln belegt und öffentliche Spielplätze lassen wenig Raum für wirkliches freies Spielen denn sie geben bestimmte Spielfunktionen vor.

Viele Eltern versuchen auf die eingeschränkten Spielmöglichkeiten zu reagieren indem sie den Tagesrhythmus ihrer Kinder durch das grosse Freizeitangebot wie z.B. Tanzen, Sport, Musik usw. neben der Kindergartenzeit zu strukturieren.

Spontane und lebendige Beziehungen der Kinder untereinander, die sich einfach ergeben, werden immer seltener.

Kinder hatten früher eine weitaus größere Chance, sich in einem selbst organisierten Maße zu entwickeln, selbst gewählte Freundschaften in selbst bestimmender Art zu gestalten und räumliche sowie persönliche Schwerpunkte neben alltäglichenChaotischer Spielplatz von 1975 Verpflichtungen umzusetzen.

Auf den Punkt gebracht, bedeutet eine Betrachtung heutiger Kindheiten, dass das „Kind erleben“ immer mehr zerrissen, Kindertagesabläufe in zunehmendem Maße zerteilt und Kinderwelten immer stärker eingeengt werden


 

Kinder lernen vor allem aus dem Handeln. Nicht umsonst heißt es: „Aus Erfahrung wird man klug“. Wenn Kinder in zunehmendem Maße
Erfahrungsverlusten ausgesetzt sind, können sie sich nicht gleichzeitig als Akteure ihrer  eigenen Entwicklung begreifen.



 

Es gibt dann für sie nur bestimmte Auswege:

Entweder resignieren Kinder, ziehen sich zurück und klagen darüber, dass ihnen „sooo langweilig“ ist oder sie suchen sich Wege, die Welt dennoch zu entdecken, etwa durch Regel- und Grenzüberschreitungen, das Abbauen ihres Bewegungsüberschusses auf unkonventionelle Weise oder durch Aktionismen, durch die sie auf sich aufmerksam machen nach dem Motto:„seht doch, hier bin ich“.

Kinder brauchen einen Ort, an dem sie ihre eigene  Identität auf- und ausbauen, sich von Spannungen freispielen und sich erfahren können. Sie sind auf der Suche nach sich selbst: „Das bin ich, das kann ich, das schaffe ich und das traue ich mir zu“. Indem sie aktiv und initiativ werden entwickeln sie eine Beziehung zu ihrem Können und erwerben notwendiges Selbstbewußtsein.

Kinder brauchen Gelegenheiten ausgiebig und immer wieder mit anderen Kindern zusammenzutreffen und den Umgang mit ihnen zu erfahren und zu erleben. Soziale Kompetenz läßt sich nur durch das Einlassen auf andere Menschen, durch Erfahrungen mit anderen erlernen. Kinder suchen das Miteinander, sie brauchen die Erfahrung wie es ist, wenn man gemeinsam etwas ausheckt, solidarisch zusammenhält. Sie brauchen die Erfahrung der Verläßlichkeit menschlicher Beziehungen, besonders auch dann, wenn es darum geht, Erlebnisse einzuordnen oder unverständliches Verhalten auszuhalten.

Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten um dem allgegenwärtigen Blick von Erwachsenen zu entrinnen und sich allein ( oder mit anderen) Beschäftigungen hinzugeben, die nur ihnen bekannt sind.

Kinder brauchen Freiräume um sich zu bewegen, zu laufen, zu toben, zu springen und zu hüpfen, zu rollen oder zu legen um ganzheitliche Körpererfahrungen zu machen.

Pädagogische Ziele

Allgemeine Informationen

 

 

 

 

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