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Gott spricht:
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- Die SingAkademie Niedersachsen lädt ein

Losung des Jahres

Kultur & Kommunikation
www.kultundkom.net
Ralf Neite
Am Ratsbauhof 1c
31134 Hildesheim
Fon 05121/9186351,  Mail r.neite@kultundkom.net
 

Mitwirkende willkommen:
Mit Mozart nach Prag, Brünn und Pilsen

Singend nach Prag, Brünn und Pilsen – mit Mozarts Requiem und Ausschnitten aus der Zauberflöte: Unter dem Motto „In diesen heiligen Hallen“ lädt die SingAkademie Niedersachsen vom 1. bis 9. Oktober zu einer Konzertreise nach Tschechien ein. Interessierte Sängerinnen und Sänger können sich ab sofort für den Projektchor anmelden.

Die Konzerte werden an besonderen Plätzen stattfinden: Die Salvatorkirche Prag, die Kathedrale von Pilsen und die St.Jakob-Kathedrale in Brünn werden die Auftrittsorte sein. Der Reisezeitraum ist so gewählt, dass nur vier Urlaubstage dafür benötigt werden. Die Anreise erfolgt individuell. Probenstart ist in Prag am Samstag, 1. Oktober, um 15 Uhr. Neben den Konzerten bleibt genügend Zeit für Besichtigungen und eigene Wege. Die Konzertreise wird vom Konzertbüro „Kunst&Kultur Wien“ In Zusammenarbeit mit der SingAkademie Niedersachsen organisiert. Dieses Büro hatte die SingAkademie Niedersachsen bereits im letzten Jahr mit Händels „Messias“ in den Stephansdom eingeladen.

Der Kooperationspartner der SingAkademie ist das Ensemble „Prager Sinfonieorchester Bohemia“. Dirigent der Konzerte ist Claus-Ulrich Heinke. Zu diesem Musikprojekt gehört auch ein Konzert in Deutschland, das am Sonntag, 25. September in der St. Pankratiuskirche Bockenem, Region Hildesheim, durchgeführt wird. Vorbereitungsproben sind am 13. und 14. August, sowie am 10. und 11. September in Hildesheim sein. Eine Probe mit Orchester ist für Samstag, 24. September, in Bockenem bei Hildesheim angesetzt.

Anmeldeschluss ist Samstag, 29. Juni. Anmeldung über die Internetseite der SingAkademie Niedersachsen
www.singakademie-niedersachsen.de  oder direkt per Email an projektesan@gmail.com. Anfragen auch über
Telefon 05067.697504.
 

„Wir sind nicht darauf vorbereitet“

Islam-Experte Prof. Dr. Wolfgang Reinbold zu Gast in der evangelischen Kirchenkreiskonferenz in Alfeld

Alfeld. Im Winter hatten die Pastorinnen und Pastoren aus dem evangelischen Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld eine Moschee in Hildesheim besucht – viele neue Eindrücke nahmen sie mit, auch eine Reihe von Fragen. Deshalb lud sich die Kirchenkreiskonferenz nun zu ihrer Tagung in Alfeld einen „ausgewiesenen Experten“ ein, wie Superintendentin Katharina Henking in ihrer Begrüßung betonte. Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Theologie-Professor in Göttingen und Beauftragter für Kirche und Islam in der evangelischen Landeskirche, klärte über die verschiedenen Ausprägungen des Islam auf.

„Das Thema ist neu, wir sind alle nicht darauf vorbereitet“, stellte Reinbold seinen Ausführungen selbstkritisch voran. Mit „wir“ meinte er die evangelischen Theologinnen und Theologen. Im Studium werde der Islam bislang kaum thematisiert – obwohl bereits Luther sich sehr mit dem Koran auseinandergesetzt habe. Umgekehrt sei es ähnlich. Es gebe auf islamischer in Norddeutschland nicht viele, die so sprachfähig und interessiert an einem Miteinander seien wie Emin Tuncay, der Dialogbeauftragte der Türkisch-Islamischen Gemeinde Hildesheim. Wolfgang Reinbold: „Leute wie er haben es schwer.“

Anhand von Ausschnitten der Wanderausstellung Religramme, die im Herbst auch in Hildesheim zu sehen sein wird, gab der Theologie einen Überblick über die vier Hauptströmungen des Islam: Da sind zunächst die Sunniten, zu denen 75 Prozent der Moslems in Deutschland gehören. Diese Gruppe orientiere sich an den Bräuchen des Propheten und unterteile sich in viele Richtungen von liberalen Formen bis zu radikalen Gruppierungen wie den Wahhabiten und Salafisten.

Die zweitgrößte Gruppe stellen die Schiiten, die nur leibliche Nachkommen des Propheten als Imame anerkennen. Die Aleviten wiederum zeichnen sich dadurch aus, dass Männer, Frauen und geistliche Lehrer auf einer Stufe stehen. Die Seele ist in ihren Augen unsterblich und wird wiedergeboren. Deutschland ist die Heimat der größten alevitischen Bewegung weltweit.  Schließlich gibt es noch rund 35.000 Ahmadis in Deutschland – eine sehr aktive Bewegung, die aus Pakistan kommt und von den meisten anderen Moslems nicht als islamisch anerkannt wird.

Als gravierendes Problem der deutschen Gesellschaft sieht Wolfgang Reinbold einen Wandel der öffentlichen Meinung, der mit dem Anschlag auf das World Trade Center vor 15 Jahren begonnen hat: „Der persische Arzt, der immer ein persischer Arzt war, ist plötzlich ein Schiit.“ Viele Menschen würden heute aufgrund ihres Aussehens als Ausländerinnen und Ausländer behandelt – ganz gleich, ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben und vielleicht sogar schon in Deutschland geboren wurden. Das erzeuge zwar nicht Radikalismus, fördere ihn aber. Reinbold: „Viele wollen dazugehören, aber man auch dazugehören können.“

Die beste Devise für die Integration lautet seines Erachtens „Vereint in Vielfalt“. Die Unterscheidung in Deutsche, die auf einen langen Familienstammbaum in diesem Land zurückblicken, und neu hinzu gekommene Deutsche lehnt Reinbold mit Verweis auf das Grundgesetz ab. Dort sei klar geregelt: „Sobald jemand die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ist er kein Ausländer mehr.“ Übrigens wüssten viele zugezogene Menschen mehr über das deutsche Grundgesetz als die, die sich als „richtige Deutsche“ empfänden.

Die PastorInnen und DiakonInnen des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld wollen die Beschäftigung mit dem Islam, die Superintendent Christian Castel aus Elze angestoßen hatte, fortführen und den Dialog suchen. Dazu sei der Überblick sehr hilfreich gewesen, bedankte sich Katharina Henking bei Wolfgang Reinbold: „Vieles kannte ich so nicht, das gebe ich offen zu.“ Den meisten Mitgliedern der Konferenz dürfte es ganz ähnlich gegangen sein. Ralf Neite

 

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Als gravierendes Problem der deutschen Gesellschaft sieht Wolfgang Reinbold einen Wandel der öffentlichen Meinung, der mit dem Anschlag auf das World Trade Center vor 15 Jahren begonnen hat. Foto: Neite

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Ralf Neite
Am Ratsbauhof 1c
31134 Hildesheim
Fon 05121/9186351,  Mail r.neite@kultundkom.net
 

- Islam-Experte Prof. Dr. Wolfgang Reinbold zu Gast in der evangelischen Kirchenkreiskonferenz in Alfeld